Von wegen goldene Zwanziger
Thüringen im Gewaltstrudel

Die 1920er Jahre werden oft als „goldene Zwanziger“ erinnert: als Zeit von Aufbruch, Kultur und gesellschaftlicher Modernisierung. Für Thüringen erzählt die Geschichte aber auch von Gewalt, Demokratiefeindschaft und rechten Netzwerken.
Der Beitrag „Von wegen goldene Zwanziger – Thüringen im Gewaltstrudel. Die Morde von Mechterstädt: Eine Geschichte von toxischer Männlichkeit, Gewalt und ewigen Seilschaften“ nimmt diese andere Seite der Geschichte in den Blick.
Im Mittelpunkt stehen die Morde von Mechterstädt. Sie zeigen, wie politische Gewalt, militarisierte Männlichkeitsbilder und autoritäre Denkweisen ineinandergriffen. Der Beitrag fragt danach, welche Kontinuitäten nachwirkten, welche Täterbilder tradiert wurden und warum bestimmte Formen von Gewalt bis heute historisch und politisch eingeordnet werden müssen.
Entstanden ist eine multimediale Auseinandersetzung mit Geschichte, Erinnerung und Gegenwart. Gespräche, historische Einordnungen und lokale Perspektiven machen deutlich: Die Geschichte der Weimarer Republik ist nicht nur eine Geschichte politischer Institutionen. Sie ist auch eine Geschichte gesellschaftlicher Konflikte, rechter Gewalt und der Frage, wer erinnert wird und wer lange unsichtbar bleibt.
Im Rahmen des Projektes „Politische Bildung im Aufbruch II“ haben sich Carsten Rose und Boris Hajdukovic auf die Spuren der "Morde von Mechterstädt" begegeben. Das Projekt wurde gefördert durch das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport.
Wir freuen uns sehr, dass der Beitrag für den Alternativen Medienpreis 2026 nominiert ist. Die Nominierung würdigt eine Form politischer Bildungsarbeit, die historische Recherche, mediale Vermittlung und kritische Gegenwartsfragen miteinander verbindet.
Zum Beitrag: Die Morde von Mechterstädt
Zur Nominierung beim Alternativen Medienpreis 2026: Alternative Medienpreis